Allgemein | Dienstag, 28. Juli 2009

Den gestoppten Verkauf der Gießerstraße 16 kommentiert der gewählte FDP-Stadtrat René Hobusch (32): „Offenbar ist das Stillhalteabkommen mit der linken Szene keinen Cent mehr wert. Und deshalb sollten wir Leipziger darin auch keinen Cent mehr investieren. Ich sehe nicht ein, warum wir Immobilien und Grundstücke zum Spottpreis an die Linken verschleudern sollten. Plagwitz wird immer attraktiver – und damit auch Grundstück und Eigentum. Hausbesetzer zu rechtschaffenen Bürgern zu machen, ist ehrbar und ein lohnenswerter Versuch. Aber spätestens die andauernde Ablehnung, einen Mietvertrag abzuschließen, deute ich als das Ausschlagen einer ausgestreckten Hand. Dieser Zurückweisung gleich das nächste, noch größere Geschenk nachzuschieben, ist doch völliger Unsinn!
Dass der Verkauf jetzt vom Rechnungsprüfungsamt gestoppt worden ist, macht das undemokratische Vorgehen der Stadtverwaltung deutlich: Statt die Subventionierung des Kaufs offen zu legen und als solche dem Stadtrat zum Beschluss vorzulegen, wollte die Verwaltung mal wieder lieber die Abkürzung über die Hintertür nehmen: Heimlich, still und leise sollte Eigentum der Stadt zum Spottpreis den Besitzer wechseln. Demokratie geht anders!”