Keine Benachteiligung des motorisierten Verkehrs

Auf einer Mitgliederversammlung verabschiedete der Kreisverband von Bündnis90/Die Grünen einen Beschluss wonach “die komplette Innenstadt zur Fußgängerzone mit einer zeitlich uneingeschränkten Freigabe für den Radverkehr” erklärt werden soll.
“Wieder einmal wollen Leipzigs Grüne mit der Forderung nach einer Autofreien Innenstadt, den Autofahrern Barrieren in den Weg bauen”, kommentiert dies Holger Krahmer, stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP Leipzig: “Das Auto ist das meistgenutzte Verkehrsmittel. Die Leipziger nutzen es, um damit zur Arbeit zu kommen, große Einkäufe zu erledigen oder die Kinder zur Schule bzw. in die Kita zu bringen. Eine gut ausgebaute Infrastruktur ist für eine Stadt, die für sich als starker Wirtschafts- und attraktiver Lebensstandort wirbt, von großer Bedeutung. Wenn man eine Innenstadt attraktiv gestalten will, dann darf man sie nicht komplett abriegeln. Wir laufen damit Gefahr, die Kunden in die Zentren außerhalb der Innenstadt abzudrängen. Diese sind hervorragend zu erreichen und es gibt zahllose, meist kostenlose Parkplätze. Das man um diese zu erreichen noch mehr Kilometer mit dem Auto fährt, sollte allerdings auch nicht im Sinne der Grünen sein.”
Für Krahmer würden Leipzigs Autofahrer schon genug Nachteile in Kauf nehmen müssen: “Der Straßenzustand verschlechtert sich von Monat zu Monat - laut einer Anfrage der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat müssten nach aktuellem Stand 600 Mio.€ in Leipzigs Straßen investiert werden. Hinzu kommen marode Brücken und fehlende Parkplätze. Für letztere werden die Autofahrer dann von der Stadt mit Knöllchen bedacht.”
Abschließend stellt Krahmer klar: “Die Förderung des Rad- und Fußverkehr ist völlig berechtigt. Das sollte aber nicht zu Lasten des motorisierten Verkehrs geschehen”, so der FDP-Europaabgeordnete und ergänzt: “Erst die Forderung nach 5 Mark pro Liter Benzin, dann die Umweltzone als Allheilmittel und nun die dauerhafte Sperrung der gesamten Innenstadt - das ist grüne Verkehrspolitik. Dass man einen Wocheneinkauf für eine vierköpfige Familie mit seinen beiden Kleinkindern am Arm nicht auf dem Klapprad nach Hause schieben kann, wird da schnell vergessen. Das Auto ist für viele Menschen die einzige Möglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren. Es zu verteufeln ist daher immer auch ein Schlag ins Gesicht derer, die darauf angewiesen sind.”



