Braunkohle kann mit CCS Sachsens Trumpf sein

Sven Morlok, Spitzenkandidat der FDP Sachsen zur Landtagswahl und wirtschaft- und energiepolitischer Sprecher der FDP Landtagsfraktion, erläutert die liberale Energiepolitik für Sachsen: „Für die FDP ist klar: Von den Kosten und der Verfügbarkeit preisgünstiger Energie für alle Menschen hängt der Wohlstand in Sachsen maßgeblich ab. Deshalb wollen wir die künstlichen Verteuerungen der Strom- und Energiepreise durch Steuern und Lenkungsabgaben wie zum Beispiel die Ökosteuer abschaffen. Der Energiepreis wird nicht mehr sinken, sondern weiter steigen, soviel ist sicher. Diese Preissteigerungen verschärft die Politik noch durch ihre Steuerpolitik, statt sie zu entschärfen.
Zum anderen ist es ganz klar unsere Verantwortung, unsere Energiegewinnung umwelt- und klimafreundlicher zu machen. Daran führt kein Weg vorbei. Die sächsische FDP erkennt die Notwendigkeit an, hier als Politik aktiv zu sein. Aber statt mit der Ideologie-Keule wollen wir da vernünftig ran gehen. Denn Umweltpolitik ist immer nur so gut, wie wir sie uns auch leisten können. Das betrifft die Privathaushalte ebenso wie Wirtschaft und Arbeitgeber. Deshalb wollen wir einen vernünftigen Energiemix, dessen Zusammensetzung nun mal nicht ganz losgelöst von der tatsächlichen Verfügbarkeit und den Kosten ermittelt werden kann. Kein Zweifel, der Anteil der Erneuerbaren muss zügig steigen. Aber die Kernenergie und die Verstromung fossiler Energieträger sind in den nächsten Jahrzehnten schlicht unverzichtbar. Das ist die Realität. Braunkohle leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiesicherheit in Sachen. Wir haben in Sachsen einen Trumpf, weil wir über diese Ressource verfügen. Diesen Trumpf müssen wir ausspielen – verantwortungsvoll. Die Liberalen wollen den Wissensvorsprung auf dem Gebiet der CO2-Speicherung nutzen und vorangehen. Denn einmal umgesetzt hat die CCS-Technologie das Potential zu einer marktfähigen und klimafreundlichen Technologie. Angesicht der weltweit stattfindenden Verstromung von fossilen Energieträgern kann CO2 Speicherung die Emission von CO2 verringern helfen. Sachsen und Brandenburg sind auf diesem Gebiet führend. Das ist eine große Chancen für den Wirtschaftsstandort Sachsen, das könnte ein zukünftiger Export-Schlager werden.
Im Übrigen sind die Risiken bei der CO2-Speicherung deutlich geringer als beispielsweise bei der Kernenergie. Wenn bei Atommülllagern wie Asse Radioaktivität ausströmen würde, wäre die Gefahr für die Bevölkerung weit größer als beim Ausströmen von CO2 aus einem Speicher. Zwar ist CO2 auch giftig, aber nur in hoher Konzentration. In freiem Gelände verflüchtigt es sich in der Regel sehr schnell und ist dann ungefährlich. Ganz im Gegensatz zur ausströmenden Radioaktivität. Das alles spricht für den Braunkohle-Standort Sachsen. Das ist unser Trumpf, auf den wir nicht verzichten dürfen, weil wir sie als Energiequelle benötigen – und weil wir als Technologiestandort Sachsen mit dem Vorangehen in der CCS-Erprobung international punkten können.


