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Morlok (FDP) bedauert Austritt von Dr. Burgkhardt

Der FDP-Kreisvorsitzende Sven Morlok (47) bedauert den Schritt des Fraktionsvorsitzenden der FDP/ Bürgerfraktion Dr. Michael Burgkhardt, seine Mitgliedschaft in der FDP aufzugeben:

„Den Parteiaustritt von Dr. Burgkhardt bedauere ich aufrichtig. Seine Verdienste für die Geschicke der Stadt Leipzig und auch die Liberalen sind unbestritten.

Seine Austrittserklärung erreichte mich am Freitag vorab per Email. Weil ich festes Vertrauen in einen lösungsorientierten und sachlichen Sonderparteitag hatte, habe ich Dr. Burgkhardt am Freitagnachmittag in einer Email gebeten, sich den Austritt noch einmal zu überlegen und die Entscheidung darüber zumindest bis nach dem Parteitag zurückzustellen. Außerdem teilte ich ihm mit, dass ich mich darüber freuen würde, wenn er in einer gemeinsamen Fraktion den Vorsitz übernimmt. Ich hatte ihm zugesagt, seine Email bis zu einer weiteren Reaktion von ihm als vertraulich zu behandeln. Damit wollte ich ihm eine Brücke bauen.

Der Parteitag hat dann auch den Wunsch der FDP-Mitglieder nach einer gemeinsamen Fraktion aller FDP-Stadträte unter seinem Vorsitz ausgedrückt. Diese teilte ich Dr. Burghardt am Sonntagmittag mit. Leider hat die Nachricht vom Parteitag seine Meinung nicht zu ändern vermocht. Das hatte ich wirklich nicht erwartet.

Dass Dr. Burgkhardt aber dennoch ein gemeinsames Treffen Anfang August in Aussicht stellt, lässt zumindest auf eine vernünftige Zusammenarbeit im Stadtrat hoffen, vielleicht sogar trotzdem mit einer gemeinsamen Fraktion. Ich hoffe wir können uns dann endlich zusammensetzen und über die Stadtratsarbeit sprechen. Das ist das Wichtigste. Der Wählerauftrag ist klar: Eine starke liberale Stimme im Rathaus, die eine bürgerliche Mehrheit ermöglicht. Ich sehe uns da klar in der Pflicht.“

Ein Kommentar

  1. Sebastian Gräfe | 13. Juli 2009 | 19:22

    Dieser Vorgang ist ja wirklich unglaublich! Die Verdienste der Vergangenheit Herrn Dr. Burgkhardt kann ich mangels Nachvollziehbarkeit nicht wirklich beurteilen, jedoch werte ich dieses Verhalten einfach nur schädigend für alle Beteiligten. Warum kam der Entschluss nicht schon vor der Wahl? Der starke Zuspruch der Wähler bei der Wahl ist doch sicher hauptsächlich der FDP zu verdanken und sind nur einem ganz geringen Maße der Verdienste von Dr. Burgkhardt zu schulden. Schließlich gestaltet er ja seit vielen Jahren die Politik der FDP in Leipzig mit - in der Vergangenheit leider mäßig erfolgreich.

    Da es sich bei der Kommunalwahl ja zusätzlich um eine Listenwahl handelt, bleibt eigentlich nur ein Fazit: die Rückgabe des Mandats bzw. der Mandate. Mit den “Nachrückern” ist doch sich gute Politik zu machen. Oder sehe ich da rechtlich was falsch?

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