FDP unterstützt Haustarif für Sankt Georg

Die FDP Leipzig unterstützt die Bemühungen der Geschäftsführung des kommunalen Klinikums Sankt Georg, aus dem kommunalen Arbeitgeberverband auszutreten. Der FDP-Kreisvorsitzende und Stadtrat Sven Morlok (47): „Der Geschäftsführer des Georgs geht den richtigen Weg. Er muss Jobs sichern. Und das einzige wirksame Mittel ist es, aus dem Flächentarif auszusteigen. Die FDP wird den Ausstieg aus dem Arbeitgeberverband mittragen, um die bedrohten Jobs nach Möglichkeit zu sichern. Grundsätzlich bin ich persönlich der Überzeugung, dass von den Beteiligten vor Ort getroffene Vereinbarungen sinnvoller sind. Sie nutzen beiden Seiten, weil die Kenntnis der Bedingungen im Sankt Georg die besten Lösungen ermöglicht.
Auch wenn danach der Hausvertrag ausgehandelt wird, sitzen Verdi und der Marburger Bund mit am Tisch, daran ändert sich nichts. Die Interessen der Beschäftigten werden so auch weiter eine starke Vertretung haben. Nur auf der anderen Seite des Tisches sitzt dann kein Verband mehr, sondern die Geschäftsleitung des Klinikums Sankt Georg. Wer könnte ein verständigerer Verhandlungspartner sein? Wer hätte größeres Interesse an zufriedenen und motivierten Mitarbeitern, die dem Unternehmen loyal sind? Alle Angestellten sollten ein Interesse daran haben, die 260 Jobs zu retten und sich dafür mit der Geschäftsführung an einen Tisch zu setzen bereit sein.
Die Beschäftigten des Klinikums Sankt Georg können sich sicher sein, dass die Geschäftsführung ihre Interessen wahrt. Das Georg muss nichts an das Stadtsäckel abführen. Das Klinikum ist eine gemeinnützige GmbH, deren Aufgabe die Sicherung der medizinischen Versorgung für alle Leipzigerinnen und Leipziger ist.”



