Allgemein, Pressemitteilung | Montag, 08. Februar 2010

Die FDP Leipzig kritisiert den Änderungsentwurf des Bebauungsplans Nr. 32 “Schönauer Viertel”: “Hier werden falsche Prioritäten gesetzt”, kommentiert der stellvertretende Kreisvorsitzende Ralf-Peter Wirth den Entwurf der Stadtverwaltung, “eine KiTa an eine große Hauptstraße zu setzen, macht keinen Sinn. Bei mehr als 20.000 Fahrzeugen pro Tag auf der Lützner Straße ist der Lärmpegel viel zu groß.”
Weiter kritisiert Wirth, der unter Anderem als Kinderarzt arbeitet und Mitglied im Stadtbezirksbeirat Leipzig-West ist, den Problemlösungsvorschlag der Stadtverwaltung massiv: “Die Stadt stellt sich das tatsächlich so vor, dass die Südfenster, die allesamt zur Lützner Straße liegen, während des KiTa-Betriebes geschlossen bleiben müssen. Sonst wäre die Lautstärke schlichtweg zu groß. Der KiTa-Hof soll dann nach Norden hinter das Haus ganztätig in den Schatten gelegt werden. Wenn der Beigeordnete Fabian sich Kinderfreundlichkeit nicht nur ans Revers heftet, sondern sie lebt, verhindert er diese kinderfeindliche Planung.”
Die FDP schlägt vor, die KiTa an anderer Stelle im Plangebiet auszuweisen: “Schließlich gibt es genügend Platz im Plangebiet. Wer die KiTa dann aber am denkbar ungünstigsten Platz ausweist, stellt seine Aussagen zur Kinder- und Familienfreundlichkeit selbst infrage. Hier muss der Beigeordnete Fabian nacharbeiten”, so Ralf-Peter Wirth, der die FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat auffordert, die Vorlage in der aktuellen Form am 24. Februar im Stadtrat abzulehnen.